Is Queen Elizabeth National Park in Uganda worth it?

Is Queen Elizabeth National Park in Uganda worth it?

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Die Königin ist tod, es lebe der Queen Elizabeth National Park. Immerhin erhielt diese Safari-Destination der britischen Vorzeige-Monarchin zu Ehren 1954 ihren Namen. Doch lohnt sich der Queen Elizabeth Nationalpark in Uganda? Der heutige Blog verrät es euch.

Die Landschaft

Die reiche natürliche Vielfalt Ugandas mit ihren dichten Regenwäldern, offenen Savannen und beeindruckenden Seen zwischen sanften grünen Hügeln, schroffen Bergen und nebeligen Tälern spiegelt sich auch im Queen Elizabeth Nationalpark wider. Hier bildet das mächtige Ruwenzori-Gebirge im Norden mit seinen schneebedeckten Gipfeln eine imposante Kulisse.

Büffelherde im Queen Elizabeth Nationalpark in Uganda

Doch auch Lake Edward im Westen und Lake George im Nordosten sowie der sie verbindende Kazinga-Kanal kreieren zusammen mit den umliegenden Kraterseen und Vulkankegeln Traumlandschaften. Die weiten Gras- und Akaziensavannen schaffen typisch afrikanisches Safari-Ambiente. Dazu sorgen im Südosten der ausgedehnte Maramagambo-Wald und im Osten die bewaldete Kyambura-Schlucht für weitere optische Leckerbissen.

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Lohnt sich der Queen Elizabeth Nationalpark? Die Tierwelt

In der abwechslungsreichen Landschaft des Queen Elizabeth Nationalparks haben 95 Säugetier- und über 600 Vogelarten ihr Zuhause. Wenn auch Giraffen, Zebras, Gnus und Nashörner nicht dazu gehören, so hat die Tierwelt hier dennoch eine Menge zu bieten, was anderswo nur schwer zu übertreffen ist. Unter anderem ist das Ishasha-Gebiet im Süden des Parks das Reich der baumkletternden Löwen. So lässig sie auch im Geäst Siesta halten, so willig würden sie sich ebenso auf unvorsichtig vorbeiziehende Uganda-Grasantilopen oder Leierantilopen stürzen. Im natürlichen Kazinga-Kanal garantiert eine große Dichte an Flusspferden und Nilkrokodilen für aufregende Bootstouren. Große Büffel- und Elefantenherden stehen hier außerdem gerne Spalier.

Baumkletternder Löwe Queen Elizabeth Nationalpark

Im Maramagambo-Wald fegen Riesenwaldschweine durch das Gehölz. Über ihnen schwingen sich 10 verschiedene Primatenarten von Ast zu Ast. Darunter Colobus-Affen, Pottos und auch Schimpansen, die es ebenfalls in der Kyambura-Schlucht gibt. Hier könnt ihr sie sogar auf speziellen Trekking-Touren besuchen.

Natürlich ist das noch nicht alles. Es gibt noch eine ganze Reihe von Antilopen und Raubtieren mehr, darunter Sitatunga, Buschböcke, Leoparden, Hyänen oder Schakale. Noch mehr spielt sich aber in der Luft ab. Die Vogelwelt ist spektakulär. Allein schon durch die vielen Seen mit ihren umliegenden Feuchtgebieten seht ihr so prominente Flügelträger wie Flamingos, Pelikane, Storche oder Schreiseeadler. Aber auch der Wappenvogel des Landes, der Kronenkranich, ist hier sehr gut anzutreffen. Ebenso Eisvögel, Goliathreiher oder mit einem bisschen Glück sogar der Große Blauturaco.

Unsere Lieblingstouren im Queen Elizabeth Nationalpark:

Die beste Reisezeit im Queen Elizabeth Nationalpark

Mit der Frage „Lohnt sich ein Besuch im Queen Elizabeth Nationalpark in Uganda“ ist schnell auch die Überlegung „wenn ja, wann“ verbunden. Die gute Nachricht hier ist, dass der Nationalpark ganzjährig besuchbar ist. Grob unterscheiden kann man eine Trocken- und eine Regenzeit:

  • Die Trockenzeit geht von Dezember bis Februar sowie Juni bis August. Es ist in der Regel die beste Zeit für Wildbeobachtungen. Die Gräser werden kürzer, das Laubwerk lockert auf, die Wasserstellen reduzieren sich und die Tiere sammeln sich.
  • Die Regenzeit geht von März bis Mai und tritt häufig im Oktober/November noch einmal verstärkt auf. Sie ist aber ideal für die Vogelbeobachtung. Allerdings können die besonders regenreichen Monaten April/Mai und Oktober/November das Reisevergnügen schon beeinträchtigen. Da es aber ein tropischer Regen ist, hält er sich in der Regel an bestimmte Tageszeiten und verhält sich damit freundlicher und berechenbarer als die mitteleuropäischen Niederschläge.

Für Landschaftsfotografien sind aber vor allem die Regenmonate besonders interessant. Denn dann leuchten die Farben stärker, es steht mehr in Blüte und spannende Wolkenbilder kontrastieren das satte Blau am Himmel. Wer es also besonders malerisch haben möchte, wählt die Reisezeit entsprechend.

Katara Lodge Uganda
Die Katara Lodge im Queen Elizabeth Nationalpark in Uganda

Aktivitäten im Queen Elizabeth Nationalpark

Wer nicht zum Queen Elizabeth Nationalpark fliegt und stattdessen die rund 400 km von der Hauptstadt Kampala und dem internationalen Flughafen im Auto herreist, mag sich auf die ein oder andere Aktivität freuen. Und tatsächlich bietet „Queens“ – wie die Einheimischen gerne ihren Nationalpark nennen – mehr als die Möglichkeit zu einem bewegungsfreudigen Plansch im Swimming-Pool der luxuriösen Unterkünfte. Tag- oder Nacht-Pirschfahrten sind natürlich der „Standard“, für den die Leute hierherkommen, um vom Fahrzeug aus die faszinierende afrikanische Tierwelt zu sehen.

Abwechslung und mehr Bewegung bieten die Nature Walks und Schimpansen Trekkings, bei denen ihr mit einem Ranger zu Fuß in der Parklandschaft unterwegs seid. Auch die Vogelbeobachtung ist bei dieser großen Menge von Vögeln gut ohne ein Auto möglich. Besonders empfehlenswert ist außerdem die Bootstour auf dem Kazinga-Kanal, der übrigens ein natürlicher Wasserweg ist. Er bietet atemberaubende Tierwelt innerhalb und außerhalb des Gewässers.

Wem die Aktivitäten in der Natur allein nicht reichen, hat auch die Möglichkeit zu kulturellen Begegnungen mit den Menschen der Umgebung.

Schimpansen Trekking

Fazit

Bevor ich zum eigentlichen Fazit komme, muss ich bei der Frage, ob sich ein Besuch im Queen Elizabeth Nationalpark in Uganda lohnt, schon noch auf zwei häufiger genannte Nachteile hinweisen. Zum einen kann es auf der Mweya-Halbinsel in der Hochsaison recht voll werden. Wo aber ist das nicht der Fall in den Top-Safari-Destinationen Afrikas? Zum anderen führt eine Hauptstraße durch den Park, die den Tieren das entspannte Überqueren erschweren und die auch von nicht Parkinteressierten als Durchgangsstraße genutzt wird.

Trotz dieser Einschränkungen bleibt der größte Teil des Nationalparks qualitativ aber hochwertig und lohnt vor allem wegen der folgenden Besonderheiten einen Besuch:

  • Großartige Tierbeobachtungen
  • Bootsfahrten auf dem Kazinga-Kanal
  • Baumkletternde Löwen im Ishasha-Sektor
  • Schimpansen-Trekking
  • Hervorragende Vogelbeobachtung mit 612 erfassten Arten

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Juan Proll
Juan Proll

Juan Proll lebt seit 2011 im südlichen Afrika und arbeitet als zertifizierter Nature- und Cultural Guide in Südafrika, Botswana und Namibia für Elefant-Tours und seine Tochterfirmen. Nach einer früheren Laufbahn als Lehrer für Erwachsenenbildung in Deutschland tauschte er das Klassenzimmer gegen die Wildnis. Neben seiner Tätigkeit als Guide schreibt er für die Blogs von Elefant-Tours über Natur, Kultur und nachhaltiges Reisen. Juan ist Mitglied der Field Guides Association of Southern Africa (FGASA) und Autor der Bücher „Ich werd’ dann mal Ranger“ und „Das Safari-Lesebuch“. Über seine Ausbildung berichtete das Magazin DER SPIEGEL.